Nachts auf der Straße

Zweifeln ist menschlich. Aufklärung im 21. Jahrhundert (Ausgabe IV/2011)


Das ist neun Jahre her. Damals war er 28 Jahre alt und Englischlehrer in Sydney. Doch als er nach Hanoi kam, wurde er auf die vielen Straßenkinder aufmerksam, deren Leben oft von Kriminalität und Drogen geprägt ist. Brosowski organisierte mit Hilfe von Freunden Englischunterricht und Fußballspiele. Aus dem Projekt wurde 2004 die Hilfsorganisation „The Blue Dragon Children Foundation“. Sie bietet heute Unterkunft und Therapien an und kämpft gegen den Kinderhandel. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist es, Straßenkinder nachts aufzusuchen und Hilfe anzubieten. Das ist manchmal gefährlich: Mitarbeiter des Vereins wurden schon attackiert, beschimpft und von misstrauischen Polizisten verhaftet. Doch es lohnt sich: 101 entführte Kinder wurden bisher gerettet, rund 2.000 Kinder besuchten wieder eine Schule oder begannen eine Ausbildung.



Ähnliche Artikel

Tabu (Kulturort)

Ein Fußballplatz auf den Kapverden

von Ivette Löcker

Auch auf den Kapverdischen Inseln sind die Jugendlichen verrückt nach Fußball

mehr


Beweg dich. Ein Heft über Sport (Thema: Sport)

Keine Eier

von Ellis Cashmore

Profifußball ist der einzige Sport, in dem Homosexualität immer noch ein Tabuthema ist

mehr


Wir haben die Wahl. Von neuen und alten Demokratien (Kulturprogramme)

Die Freude am Palais

von Andrea Teufel

Vietnamesen und Deutsche restaurieren gemeinsam das An-Dinh-Palais in Hué. Wir befragten Trainee Le Phuoc Tan und Projekleiterin Andrea Teufel in zwei Gesprächen über ihre Zusammenarbeit

mehr


Ganz oben. Die nordischen Länder (Köpfe)

Auf den Spuren von Danh Vo

Der vietnamesische Künstler zeigt dem westlichen Kulturverständnis den Rücken

mehr


Beweg dich. Ein Heft über Sport (Thema: Sport)

„Nach dem Spiel hat keiner mehr nach Hutu und Tutsi gefragt“

ein Gespräch mit Rudolf Gutendorf

Trainerlegende Rudi Gutendorf hat mit Fußballmannschaften auf der ganzen Welt zusammengearbeitet

mehr


What? Wie wir fremde Sprachen übersetzen (Was anderswo ganz anders ist)

Warum Männer im Kosovo nie umziehen

von Fatmire Bajramaj

Das ganze Leben bei den Eltern wohnen – das ist für Männer im Kosovo normal

mehr