Deutschland – Frankreich

von Gudrun Czekalla

Freie Zeit. Was Menschen tun, wenn sie nichts zu tun haben (Ausgabe IV/2009)


„Le plus bel enfant du traité de l’Elysée“ – als schönstes Kind des Elyseevertrages wird das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) gern bezeichnet. Als es 1963 gegründet wurde, richtete es sich zunächst an eine Generation von Jugendlichen, die keine Kriegserfahrungen hatten und sich offen für die Möglichkeiten der Konsum- und Freizeitgesellschaft zeigten. Im Spannungsfeld zwischen politischer Verwaltung und Auswärtiger Kulturpolitik auf der einen Seite und den Erwartungen von Jugendorganisationen auf der anderen Seite musste sich das DFJW vielen Herausforderungen stellen, die in der vorliegenden Veröffentlichung thematisiert werden: der deutschen Einheit und der Integration der neuen Bundesländer, Europäisierung und Erweiterung der Arbeit im trilateralen Austausch, Reorganisationen in den 1970er-Jahren und 2008. Die Publikation richtet ein besonderes Augenmerk auf die Rolle der Jugendlichen als zivilgesellschaftliche Akteure und untersucht die Zielgruppen des DFJW. Weitere Themen sind der Sport und seine Rolle im deutsch-französischen Austausch, Sprachenunterricht, Schüler- und Studentenaustausch und pädagogische Forschung im DFJW.

Les jeunes dans les relations transnationales. L’Office franco-allemand pour la jeunesse 1963 – 2008. Hrsg. von Hans Manfred Bock, Corine Defrance, Gilbert Krebs, Ulrich Pfeil. Presses Sorbonne nouvelle, Paris, 2008. 472 Seiten.



Ähnliche Artikel

Toleranz und ihre Grenzen (In Europa)

Ein Erfolg der Geschichte

von Valéry Giscard d’Estaing

Was das deutsch-französische Verhältnis für Europa bedeutet

mehr


Was vom Krieg übrig bleibt (Thema: Krieg)

„Don’t mention the war!“

von Roger Boyes

Warum die Engländer so gerne über die Nazis lachen und wie der Krieg im Humor weiterlebt

mehr


Was vom Krieg übrig bleibt (Thema: Krieg)

Die Kinder der Boches

von Jean-Paul Picaper

Der Hass, der nach der Befreiung Französinnen entgegenschlug, die sich im Zweiten Weltkrieg mit einem deutschen Soldaten eingelassen hatten, ist bekannt. Viel weniger ist hingegen von den Schicksalen der Kinder aus diesen Beziehungen an die Öffentlichkeit gelangt

mehr


Une Grande Nation (Thema: Frankreich)

„Frankreich wird gewaltsamer, aber auch ehrlicher“

ein Gespräch mit Tristan Garcia

Der Philosoph über die soziale Spaltung des Landes und warum er trotzdem hoffnungsvoll in die Zukunft blickt

mehr


Körper (Bücher)

Frankreich nach 1945

von Gudrun Czekalla

Während es vor dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland nur ein Französisches Kulturinstitut gab, entstand bereits kurz nach Kriegsende ein dichtes Netz an französi...

mehr


Une Grande Nation (Thema: Frankreich)

„Bei diesem Mann ist ­alles ­anders“

ein Gespräch mit Marie NDiaye

In ihren Romanen schreibt die Schriftstellerin über Fragen der Herkunft und sozialen Aufstieg. Ein Gespräch über Vorurteile gegenüber Einwanderern und das französische Präsidentenpaar

mehr