Public Diplomacy

von Gudrun Czekalla

Freie Zeit. Was Menschen tun, wenn sie nichts zu tun haben (Ausgabe IV/2009)


„Tell America’s story to the world“ – das war die Hauptzielsetzung, mit der 1953 die United States Information Agency (USIA) gegründet wurde. Sie war von Anfang an ein wesentliches Element der amerikanischen Außenpolitik, das mit den Instrumenten der internationalen Informationspolitik, des Auslandsrundfunks, der Kultur- und Austauschprogramme unterstützt wurde. Auf der Basis von umfangreichen Archivstudien und über hundert Interviews mit Akteuren und Zeitzeugen arbeitet der Autor die Geschichte der USIA auf und schildert beispielsweise den Kampf des offiziellen Auslandssenders der USA, der Voice of America, um journalistische Standards. Daneben geht er auf die Herausforderungen ein, die der Vietnamkrieg und Watergate an die USIA stellten. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass die beste Public Diplomacy keine schlechte Außenpolitik wettmachen kann. Die größte Herausforderung für die Vereinig­ten Staaten wird in den nächsten Jahren darin bestehen, die Public Diplomacy anderer Staaten zu ermutigen, um auf der Basis des Prinzips der Gegenseitigkeit in einen Dialog mit anderen Staaten zu treten.

The Cold War and the United States Information Agency. American propaganda and public diplomacy 1945-1989. Von Nicholas J. Cull. Cambridge University Press, Cambridge, 2008. 533 Seiten.



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