Bett im Gepäck

von Aike Jürgensmann

Atatürks Erben. Die Türkei im Aufbruch (Ausgabe IV/2008)


Jetzt gibt es ein Zelt, mit dem man auf dem Flughafen übernachten kann. Stellen Sie sich vor, Sie haben mal wieder ewig in Schanghai oder New York am Verhandlungstisch gesessen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, aber trotzdem sind Sie geschafft. Die fremde Stadt, das Essen, die Anonymität des Hotelzimmers – Sie haben es satt. Jetzt aber geht es endlich nach Hause. Gerade betreten Sie voller Vorfreude die Abflughalle, doch dann ... blinkt Ihnen von der Anzeigetafel ein grausames „cancelled“ entgegen. Anlass genug, in einem Wutanfall gegen das Bodenpersonal handgreiflich zu werden? In Tränen auszubrechen? Den Kummer mit grotesk teuren Drinks in der Flughafenlobby zu ertränken? Keineswegs. Denn für genau diesen Fall gibt es das zusammengefaltet kaum taschenbuchgroße Minimotel. Der Zwitter zwischen Bett und Zelt bietet mit Luftmatratze, Kissen und Bettlaken ein kuscheliges Nachtlager, das den Schlafenden vor unbefugten Blicken schützt. Die beiliegende Augenklappe sowie Ohrstöpsel sorgen auch auf dem hektischsten Flughafenterminal für die notwendige Ruhe. Und selbst auf die Bettlektüre muss niemand verzichten, denn für eine Leselampe ist ebenfalls gesorgt. Jetzt noch schnell die Zähne geputzt und den Wecker gestellt – das Minimotel denkt wirklich an alles – und einer erholsamen Nacht steht nichts mehr im Wege. Und einmal zu Hause angekommen, lässt sich das Ein-Mann-Zelt problemlos zu einer Höhle oder einer Kinderhüpfburg umfunktionieren.

Das Minimotel kostet 49.95 Dollar und ist unter www.minimotel.net in rot oder blau erhältlich.



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