Public Diplomacy

Miriam Schneider

Atatürks Erben. Die Türkei im Aufbruch (Ausgabe IV/2008)


Kultur ist die Tradition, die Gemeinschaften und ihre Werte definiert, aber auch ein Exportprodukt, mit dem Handel getrieben und gezielt Einfluss genommen werden kann. Letzterem widmet sich die Auswärtige Kulturpolitik unter dem längst international gewordenen Begriff der „Public Diplomacy“. Die Autoren der vorliegenden Publikation reflektieren die Ziele der „Public Diplomacy“ anhand von Fragen wie: Was sagt das Produkt über den jeweiligen Akteur aus? Welche der möglichen Strategien und Zugänge werden gewählt? An wen richtet sich das entsprechende Kulturprodukt? Die Publikation versteht sich als Leitfaden zum Überdenken der eigenen Rolle bei der Kontaktaufnahme, die passiv zuhörend oder aktiv informierend gestaltet werden kann, und zur Definition der jeweiligen Zielgruppe, die international oder aber regional klar begrenzt sein kann. Der Leitfaden richtet sich an Akteure der Auswärtigen Kulturpolitik wie an Vertreter von Nichtregierungsorganisationen. Er möchte dazu beitragen, grenzüberschreitende Kulturaktivitäten bewusster und effizienter zu gestalten. Im Internet ist der Text unter www.counterpoint-online.org/~ verfügbar.

Options for Influence. Global campaigns of persuasion in the new worlds of public diplomacy. Von Ali Fisher und Aurélie Bröckerhoff. London: British Council, 2008. 62 Seiten.



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